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Die pädagogische Arbeit mit Jungen an der Schule wird in Schulpraxis und fachlichen Debatten zunehmend unter geschlechterreflektierenden Fragestellungen diskutiert. Auch veränderte Sozialisationsmuster und Biografieverläufe von männlichen Jugendlichen werden thematisiert. Dabei konzentriert sich die Wahrnehmung von Jungen in der Schule häufig auf zwei Aspekte: Zum einen werden Jungen spätestens seit PISA als „Bildungsverlierer“ wahrgenommen, die mit Leseschwächen, mangelnden Sozialkompetenzen und schlechten Noten allein gelassen werden. Zum anderen gelten Jungen häufig als Problemverursacher, die durch gewaltvolles, aggressives und störendes Verhalten schwer in den Schulalltag zu integrieren sind.
Ziel der Fortbildungsreihe „Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule“ ist es, LehrerInnen und PadagogInnen zu befähigen, geschlechterreflektierte Konzepte für den Schulalltag fruchtbar zu machen, problematisches Verhalten von Jungen besser zu verstehen und sie bei ihrer Berufsorientierung und Lebensplanung wirkungsvoll zu unterstützen. Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen beinhaltet ein Reflektieren und bewusstes Umgehen mit geschlechtsbezogenen Haltungen und Werten in der Schule – nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Lehrenden selbst.
Die Fortbildungsreihe richtet sich an alle LehrerInnen und SozialpädagogInnen im Schulbereich, unabhängig von ihrem Geschlecht. Sie wird in folgenden Bundesländern angeboten: Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg. Die Fortbildung wird mit Mitteln aus dem Bundesprogramm Xenos – Integration und Vielfalt gefördert, sodass die Teilnahme kostenlos ist. Für Unterkunft und Verpflegung fallen Kosten an.
Termine und Veranstaltungsorte finden Sie hier.