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Fortbildungsinhalte

Welche (vermeintlichen) Anforderungen stecken hinter den oft destruktiven Einstellungs- und Handlungsmustern von männlichen Jugendlichen? Und vor allem: Was kann ich als PädagogIn tun, um einen Weg aus dem Teufelskreis von einengendem Selbstbild, Versagen und Perspektivlosigkeit aufzuzeigen?

Bei diesen Fragen setzt die Fortbildungsreihe „Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule“ an. Ausgehend von den Erfahrungen im Lehralltag wird es darum gehen, praxisnahe Konzepte für eine geschlechterreflektierte Pädagogik zu vermitteln, die zum Ziel hat, den Jugendlichen eine kritische Auseinandersetzung mit einengenden geschlechtlichen Identitätsanforderungen zu ermöglichen. Ergebnisse der Geschlechterforschung werden ebenso diskutiert wie Ziele, Arbeitsweisen und Methoden der praktischen außerschulischen Jungenarbeit, um die Handlungsmöglichkeiten der Teilnehmenden im Hinblick auf die vielfältigen Situationen von Jungen (nicht nur) in der Schule zu erweitern.

Unsere Themen:

  • Männlichkeitsforschung
  • geschlechtsspezifische Sozialisationsforschung
  • praxisbezogene Gendertheorien
  • Zusammenhang von Männlichkeit und rechtsextremen Einstellungen
  • Sensibilisierung für Geschlechterverhältnisse auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene (Gender Training)
  • Haltungen, Arbeitsweisen und Methoden der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen
  • Vielfältigkeit von Männlichkeitsentwürfen in der diversifizierten Gesellschaft und pädagogische Unterstützungsmöglichkeiten
  • Intersektionale Ansätze der Antidiskriminierungsarbeit unter besonderer Berücksichtigung geschlechterreflektierter Ansätze, interkulturellen Lernens und nicht-rassistischer Lehre
  • Geschlechtsspezifische Berufswahl und Lebensplanung und geschlechterreflektierte Berufsorientierungspädagogik
  • Geschlechterreflektierte Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention

Theoretische Inputs, Selbstreflexionen, praxisnahe Übungen, Austausch in Plenum und Kleingruppen, Einzelarbeit, Kollegiale Beratung sowie Simulationsmethoden bilden das methodische Spektrum der Fortbildung. Die Teilnehmenden sind als ExpertInnen der Situation in ihrer jeweiligen Schule explizit aufgefordert, ihr eigenes Wissen und ihre Erfahrungen in die Fortbildungsreihe einzubringen und damit den Prozess der Fortbildung aktiv mitzugestalten. Ein Schwerpunkt der Arbeit wird darin liegen, wie die Fortbildungsinhalte in die schulische Praxis implementiert werden können.

Informationen und Kontakt

Dissens e.V., Berlin

Bernard Könnecke
Klaus Schwerma
Allee der Kosmonauten 67
12681 Berlin
Tel.: 030-549875-40
Fax: 030-54987531
E-Mail: info@jungenarbeit-und-schule.de